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30.03.19

2. Runde der Clubmeisterschaft

Von: Martin Metodiev

Starke Angriffspieler treffen auf gekonnte Verteidiger

Die zweite Runde der Clubmeisterschaft war gezeichnet von vielen präzisen Verteidigungsspielen, in denen Figurenopfer des Gegners schamlos angenommen und behalten wurden, aber auch von einigen taktischen Tricks und Manövern.

Michael Willim (Weiß) überzeugte mit starkem positionellen Spiel in der englischen Eröffnung. Durch dieses sah sich Andreas Götz (Schwarz) großem Druck auf dem Damenflügel ausgesetzt und opferte seinen Bauern auf b7 für taktische Komplikationen. Willim schaffte es, seinen Mehrbauern in ein gewonnenes Leichtfigurenendspiel herunterzutauschen und gewann die Partie.

Dustin Bachstein (Weiß) sah schon nach seinem ersten Zug mit 1. e4 b6 einer Überraschung entgegen. Sein Gegner Dr. Benjamin Reinholz (Schwarz) konterte Dustins ruhige, positionelle Spielweise mit einem schnellen Königsangriff durch g5 und g4. Dieser Schuss ging aber nach hinten los. Dustin nutzte die schwache schwarze Entwicklung und Königsstellung gekonnt aus und landete ein schnelles taktisches K.O.

Wolfgang Fiedler (Weiß) und Stefan Liepold (Schwarz) tauschten aus der englischen Eröffnung in ein scheinbar ausgeglichenes Läuferendspiel herunter. Mit geschickten taktischen Tricks gewann Stefan jedoch einen Bauern und sogar die Partie.

Hannes Hetzner (Weiß) und Gerrith Gloth (Schwarz) lieferten sich einen sehr spannenden Kampf in einem Fianchetto-Benoni. Hannes baute eine gewaltige Intitiative auf, die in einem Qualitätsopfer und einem Bauernsturm im Zentrum gipfelte, was seinen erfahrenen Gegner in hoher Zeitnot brachte. Gerrit bewahrte aber letztendlich die Nerven und bremste Hannes Angriff in ein gewonnenes Endspiel aus, was Hannes zur Aufgabe überzeugte.

Dieter Margraf (Weiß) spielte in einer innovativen Königsindisch-Partie gegen Zeltner Ottmar (Schwarz). Trotz eines schnellen schwarzen Eröffnungsvorteils bot Dieter seinem erfahrenen Gegner einen harten und langen Kampf, musste sich aber nach fast 50 Zügen geschlagen geben.

Richard Zeltner (Weiß) baute in einem Abtausch-Franzosen leichten Druck gegen Klaus Pokorny (Schwarz) auf. Was zuerst nach einer langweiligen Partie aussah verwandelte sich schnell in ein taktischen Gemetzel: Richard akzeptierte einen Isolani auf d4 für scheinbar gutes Figurenspiel, doch Klaus Pokorny wehrte dessen Angriffsversuche locker ab und ging zu einem gewaltigen Geganangriff rüber. Dieser gewann nicht nur Richards Bauern, sonder auch seinen Turm und damit das Spiel.

Mein Gegner Mark Walders überraschte mich in der Eröffnung mit dem sehr seltenen Anfangszug Springer c3. In der resultierenden geschlossenen Stellung opferte Mark seinen Springer für einen Königsangriff.  Diesem konnte ich aber standhalten und liquidierte in ein gewonnenes Endspiel, was Mark zur Aufgabe überzeugte.

Damit teilen sich Dustin Bachstein und Michael Willim ich mit voller Punktzahl die Spitze der A- Gruppe, während ich mit 2 Punkten mit starker Konkurrenz in der B-Gruppe von Ottmar Zeltner (1,5 Punkte) zu rechnen habe und sich Julian Weber (2 Punkte) mit einem vollen Punkt Abstand zum Rest den ersten Platz der C-Gruppe gesichert hat.