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20.04.13

Alle Neune!

Von: Dustin

Erste kegelt auch Forchheim um!

 

Der geneigte Leser findet auf dieser Seite einen Bericht unseres „Lokalderbys“ gegen Forchheim. Und da das Wort „Derby“ von „derb“ abstammt (was? Nicht? xD), mag er die Überschrift und vielleicht auch Teile des Berichts ein wenig derb finden, speziell wenn es sich beim Leser um einen Forchheimer und noch spezieller um Martin Killmann handelt ;) Natürlich ist alles nur Spaß und alles nicht so ernst gemeint. Schließlich sind zwei Forchheimer Spieler, nämlich Manfred Heidrich und Léon Mons, gern gesehene gelegentliche Gäste beim Spielabend bzw. in unserem Stammlokal Albert's. Allerdings gehörten diese beiden nicht zu unseren Gegnern am Sonntag, sondern mischen in der ersten Mannschaft von Forchheim die Bundesliga auf. Das heißt, Léon mischt sie auf, für den Rest der Mannschaft war eher Mischen Impossible...

 

Am Sonntag ging's für unsere Erste zum letzten Mannschaftskampf der Saison zum Lokalderby gegen Forchheim. Für Hanna, Alex, unseren Ersatzmann Stefan Rabenstein und mich gab es den ersten Zug bereits vor Beginn der Runde, denn wir mussten mangels genug Autofahrern mit Öffentlichen in den Norden reisen. Währenddessen ließen sich Captain Willi und die beiden anderen hochklassigen Reservisten Bene und Dennis d.O. von Stefan zum Spielort kutschieren.

Drei Ersatzleute beim SC Erlangen 1? Das gab's doch zum letzten Mal in der Steinzeit! Doch angesichts des bereits gesichterten Aufstiegs handhabten wir das Thema Aufstellung diesmal ein wenig lockerer. Außerdem ist ja die Aufstellung eh nicht so wichtig wie die Einstellung. Und die lautete: Hauptsache zu acht, damit sind wir vielleicht drei mehr als unsere Gegner!

Doch im Spielsaal angekommen fanden wir immerhin sieben Forchheimer vor, zwei mehr als Gunzenhausen in der Vorschlussrunde zu bekämpfen hatte. Damit hatte Bene spielfrei, aber er hätte sicher sowieso gewonnen ;)

Als zweites war Stefan Liepold fertig. Er wünschte sich von seinem Gegner Philipp Auburger einen neuen Teppich und bekam postwendend in der Eröffnung einen Läufer geschenkt, womit es 2:0 für uns stand!

Willi spielte gegen Martin Killmann mit seiner Spezialwaffe Altindisch, tauschte nach wenigen Zügen die richtigen Läufer ab und übernahm dann nach und nach die Initiative im Mittelspiel. Doch auch Martin hatte eine gefährliche Spezialwaffe in Form eines weder alten noch indischen, dafür wahrscheinlich selbstgemachten Zwiebelkuchens aufzubieten, der offensichtlich nicht zu kross gebacken war und wohlschmeckend seinen Gaumen erfreute. Solchermaßen gestärkt hielt er Willis Angriffen auf dem Brett stand und die Partie endete remis.

Bei Dennis flogen die Qualitäten nur so durch die Gegend. Erst schnappte er sich eine für einen Bauern, diese ging jedoch wieder flöten, leider ohne Bauer. Das Ganze resultierte in einem Schwerfigurenendspiel, in dem Dennis zwar einen Bauern zu wenig, sein Gegner Dr. Killmann dafür jedoch einen Gewinnplan zu wenig hatte. Die beiderseitigen Spielpläne – Damen tauschen bzw. Damentausch verhindern – hoben sich dann jedenfalls auf und auch diese Partie endete remis.

Ich spielte gegen Johannes, den „Mann mit Hut“, und „krönte“ meine Saison mit einem Bauerneinsteller, für den ich als Kompensation immerhin gehörigen Stellungsnachteil aufzuweisen hatte. Immerhin konnte ich in ein Läuferendspiel abwickeln, das gar nicht so leicht gewinnbar schien, aber Johannes gelang dennoch der Anschlusstreffer.

Hanna bekam es mit Dr. Weigel zu tun, und sie konnte im damenlosen Mittelspiel die Initiative ergreifen, gewann einen Bauern und drang zudem mit einem Turm auf die siebte Reihe ein. Lustigerweise gab sich ihr Gegner genau in dem Moment mit einem sinnlosen Qualitätsopfer praktisch geschlagen, als er selbst die Gelegenheit hatte, ein im Remissinne aussichtsreiches Gegenspiel zu entfachen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer – und Computer sowieso ;)

Bei Alex gegen Michael Burggraf entwickelte sich ein spannender Kampf um die Initiative. Indem er geschickt die Überlastung der Burggrafschen Dame ausnutzte, gewann Alex die Qualität, allerdings blieb die Stellung kompliziert und Alex kam in Zeitnot, geriet in die Defensive und fand sich nach der Zeitkontrolle leider in einer Verluststellung wieder.

Somit hing beim Stand von 4:3 für uns alles an Stefan Rabensteins Partie gegen Robert Wagner. Stefan machte seinen Job sehr gut, hatte leichte Initiative, strahlte auch mit 30 Sekunden für 3 Züge eine bewundernswerte Ruhe aus und gelangte schließlich in ein Damenendspiel, in dem die einzige offene Frage war, wer als erstes Dauerschach geben würde. Robert tat's schließlich und der knappe Sieg für unsere Farben war gesichert!

So knapp der Sieg im Derby nun auch war, so dominant waren wir über die ganze Saison hinweg betrachtet. Die Tatsache, dass wir mit 18:0 Mannschaftspunkten und durchschnittlich über 5,5 Punkten pro Mannschaftskampf trotzdem insgesamt DWZ verlieren, spricht klar dafür, dass die Zeit für den Aufstieg reif war! Wir freuen uns jedenfalls auf die Landesliga und auf die damit verbundenen neuen Herausforderungen! Die größte wird wohl sein, mitten in der Nacht aufstehen zu müssen, falls wir gegen unseren geografisch am weitesten entfernten Gegner aus Obernau auswärts antreten müssen :D


Kurzzusammenfassung für Eilige:

SC Forchheim 2 – SC Erlangen 1 3,5:4,5

Dr. Weigel – Hanna 0:1 [überspielt]

Michael Burggraf – Alex 1:0 [Spannung pur]

Philipp Auburger – Stefan 1 0:1 [Teppichhandel]

Martin Killmann – Willi remis [Altindisch gegen Zwiebelkuchen]

Johannes Mann – Dustin 1:0 [es kann nur besser werden!]

Jochen Radeck – Bene 0:1 kl. [Tor vor Anpfiff]

Dr. Killmann – Dennis d.O. remis [Kein Damentausch!]

Robert Wagner – Stefan 2 remis [wer gibt Dauerschach?]


Abschlusstabelle unserer Liepold – Koeffizienten:


Stefan +4

Philipp +3

Hanna +3

Bene +3

Andi Götz +2

Dustin +2

Maxi +2

Alex +2

Willi +2

Carsten +1

Dennis d.O. +1

Stefan Rabenstein +1

Thomas 0

Viktor 0