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04.10.16

Forchheim-Open: Alex gewinnt die A-Gruppe

 

rauchende Köpfe in der Jahnhalle - Feuerwehr musste kommen

Die 15. Auflage des Sparkassen-Opens in Forchheim nutzen wieder einige unserer Spieler für etwas Praxis und den Feinschliff für die in zwei Wochen beginnende Saison.

Nach einem guten Start (3/3) konnte es Alex ein bisschen ruhiger angehen lassen und mit zwei abschließenden Remisen gegen GM Schmittdiel und quasi-FM Eddi sanft auf dem 1. Platz landen.

Eddi spielte ebenfalls ein gutes Turnier: 3.5/5 bedeuteten den 6. Platz und eine - zumindest vorerst - unangefochtene Mitgliedschaft im 2300er Club. Es kursieren bereits Gerüchte, dass der SCE endlich seinen ersten Titelträger bekommen wird, was unsere Zweite-Bundesliga-Titelträger-Statistik nicht ganz unwesentlich beeinflussen würde... von 0 GM 0 IM 0 FM auf 0 GM 0 IM 1 FM (by the way: CMs werden nicht aufgeführt...; verstehe nicht, warum...) 

Für Philipp, der besonders viel Medieninteresse auf sich zog (irgendwie ist er auf fast allen Fotos und Videos zu sehen), lief es dieses Mal leider nicht so gut. Der Berichterstatter hat zu wenig von der im Nachhinein entscheidenden zweiten Runde mitbekommen. Irgendjemand sagte, er opferte ohne Bedrängnis eine Qualität. Die anschließende Stellung mit Minusqualität sah aber schon ziemlich interessant aus. Bemitleidenswert war der schwarze Läufer auf c8, der von einem schwarzen Bauern auf e6 eingesperrt und von einem weißen Springer auf c5 dominiert wurde. Vielleicht kam der Fehler erst danach, jedenfalls ging die Partie verloren. In so einem Fall wittern die Gelegenheits-Slawisch-Abtauschvariante-Spieler ihre Chance: sie tauschen ab und klammern das Remis. Schlimmer kann es nicht werden? Doch, weil jemand oder etwas dachte, es sei eine gute Idee, das Kaminzeugs von der Lüftungsanlage ansaugen zu lassen, die Folge: Rauch und Gestank im ganzen Spielsaal. Wir mussten in der 4. Spielstunde der 4. Runde evakuiert werden. Dann passierte erst einmal gar nichts. 20 Minuten später erkundigte man sich, ob die Feuerwehr tatsächlich schon angerufen worden war, wie jemand - eigentlich zuverlässig - behauptete. Natürlich nicht! Irgendwann kam sie dann aber... Zum Glück gab es keinen Brand (siehe Diagnose der Feuerwehr weiter oben)... die Runde wurde trotzdem vertagt, auf 8 Uhr. Anschließend, so ab 10, sollte dann freilich noch die 5. Runde gespielt werden. Woraufhin sich viele überraschend zu einem Last-Minute-Remis entschlossen. Philipp, durch unzählige DEMs ans frühe Aufstehen gewöhnt, nahm natürlich gerne die Gelegenheit für eine Frühschicht wahr und gewann ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern; durchaus interessant und von zahlreichen Kiebitzen gewertschätzt.

Objektiv gesehen lief es auch gut für Rodrigo. Allein, es hätte wohl viel besser laufen können, wenn er die gewonnene Stellung der 1. Runde nicht in Zeitnot verdorben hätte... Trotzdem kann er sich über ein leichtes DWZ-Plus freuen.

Kommen wir zur B-Gruppe. Die Ups and Downs des Michael B. hätten in einem Happy End münden können. Doch zog er es in schier unendlicher Selbstlosigkeit vor, einem kleinen, talentierten Jungen den Turnierabschluss zu versüßen: durch einen Einsteller...

Alexander Buzatu erreichte die schwarze Null. Nein, nicht null Punkte: +-0 DWZ. Zu einem derart erwartungsgemäßen Ergebnis fällt mir nichts ein...

Hannes war im Grunde auch ein tragischer Held, weil er letztlich trotz guter Stellungen ein kleines DWZ-Minus hinnehmen musste. Schade, aber kein Weltuntergang, der nächste Turniersieg wird kommen!

C-Gruppe. Gerd "ich spiele gerne auf Konter" Budschigk spielte mitunter schöne Partien. Damit lässt sich auch ein DWZ-Minus verkraften. 

Apropos DWZ: Richard Zeltner gewinnt 32!

Und Simon Ge kam leider auf eine andere schwarze Null... Doch mit leeren Händen ging er sicher nicht nach Hause. Viele große Schachspieler mussten das schon erleiden. Wie reagierten sie? Sie nahmen die Erfahrungen mit, rappelten sich auf und saßen dann beim nächsten Turnier auf der anderen Brettseite!

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