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22.10.18

Hossa!

Von: Von wem dieser Bericht wohl stammt? :D

Zweite mit erfolgreichem Saisonstart!

Auf geht’s in die neue Saison!

Manches ist neu, manches dagegen beim Alten geblieben bei uns. Neu ist unser Neuzugang (ja, ein neuer Neuzugang, aber kein Neuer, der spielt Fußball!) Peter, den wir mit einem Feuerwerk an Emotionen bei uns willkommen hießen! Und so lief das Ganze ab:

Peter: Hi.

Ich: Hi.

Andi (händeschüttelnd): Hi, ich bin Andi.

Peter: Peter.

Ich: Dustin.

Schachspieleremotionen pur :D

Neu bei uns ist ebenfalls Martin, mein mathematischer Mitstreiter, den ich immer wunderbar damit erpressen kann, dass ich ihm nicht mehr bei den Hausaufgaben helfe, wenn er nicht brav zu mir ist ;) Und neu bei uns in der Zweiten ist ebenfalls...Stefan! Der Erste-Mannschaft-Guru wurde doch tatsächlich bei der letzten Aufstellungssitzung von der ersten nach oben in die wesentlich coolere und... coolere zweite Mannschaft gewählt! An so viel Coolness muss er sich natürlich erst noch gewöhnen. Also verzeihen wir ihm seine Startschwierigkeiten („Nein, ich will mit dem Oberligamaterial spielen, nicht mit euren Käsefiguren!!!“) nochmal :D

Auch noch neu ist, dass Küken Hannes heute sein Debüt in der Zweiten gab und dabei auch gleich seinen ersten Liepold-Punkt einfuhr!

Nicht neu ist dagegen, dass ausgerechnet derjenige von uns am liebsten Berichte schreibt (genauer: als Einziger freiwillig xD), der am wenigsten von den Partien der anderen mitbekommt. Dafür gebe ich sie aber ein und bekomme also insgesamt sogar am meisten davon mit! Paradoxa pur! Ebenfalls alt ist, dass ich von der Reihenfolge der Beendigung unserer Partien null Ahnung habe. Deswegen gliedert sich der folgende Bericht in drei Teile!


Teil eins: Partien, die vor meiner fertig waren


Da haben wir zum Beispiel besagten Stefan, der sich in seiner neuen Mannschaft gegen Michael Braun gleich mit einem Feuerwerk einlebte! Im 9. Zug wurde ein Oberligaläufer geopfert und als Kompensation gab's starken Angriff gegen Michaels Zentrums-Oberligakönig! In so einer wilden Partie kommt es oft auf jeden Zug an, und daher ist die Fehlerquote auf beiden Seiten auch besonders hoch, so dass Stefan einige gute bis gewinnbringende Gelegenheiten, dem König richtig zu Leibe zu rücken, ausließ und Michael mit seiner Mehrfigur entwischen ließ. Der aber traute wohl seinen nunmehr sehr realistischen Gewinnchancen nicht so ganz und wickelte stattdessen in ein remises „Phantom-Turmendspiel“ ab, das gar nicht mehr auf's Brett kam, weil sich schon vorher die Hände geschüttelt wurden! Was für eine Partie wohl mit den Käsefiguren rausgekommen wäre? ;)


Bei DiddlDs Partie gegen Daniel Häckler ging es von Anfang an zur Sache! Winawerfranzose! Asymmetrische Bauern! Unrochierter weißer Zentrumskönig! OK, letzteres vermutlich deshalb, weil nach 15 Zügen remis gemacht wurde, kurz bevor Daniel H. mit Weiß wahrscheinlich rochiert hätte ;)


Für unser erstes Saisontor sorgte Peter gegen Dominic Bader souverän: Dominic wollte einen scharfen Sizi spielen, doch Peter machte da nicht mit, ließ d4 bleiben und überspielte Dominic stattdessen positionell: Mit ganz normalen Zügen spielte er Dominic mehr und mehr an die Wand, bis dieser schließlich die Kurzform „wählte“ und die Partie in völlig passiver Stellung einstellte. Führung für Erlangen und gelungenes Debüt für Peter bei uns!


Überraschend ruhig verlief Andis Partie gegen Robert Braun. Im Spanier geriet Andi mit Schwarz nach (zu) frühem ...b5-b4 etwas unter Druck, da sich für Robert Felder und Angriffsziele am Damenflügel ergaben. Spätestens durch die Annahme von Andis Remisangebot machte er jedoch deutlich, dass er nicht versuchen wollte, Andis Stellung zu „kneten“ und Gefahr zu laufen, wie schon unzählige Recken vor ihm von Andi ausgekontert zu werden ;)



Teil zwei: Partien, die gleichzeitig mit meiner fertig waren:


Ich gab mein Saisondebut gegen Thomas Egger, der die Eröffnung mit Weiß zwar solide, aber zahnlos behandelte, so dass ich von Anfang an am Drücker war! Schließlich ergab sich die günstige Gelegenheit, die Dame für zwei Türme zu „opfern“ und dabei Thomas' geschwächter Königsstellung auf den Zahn zu fühlen. Nach einem übereilten Leichtfigurentausch meinerseits musste mein König dann aber auch auf seine potenzielle Dame-Läufer-Mattbatterie aufpassen, doch letztlich setzten sich die „Tonnen“ gegen die Lady durch und wir hatten unseren Vorsprung ausgebaut!



Teil drei: Partien, die nach meiner fertig waren:


Martin spielte gegen meinen „alten Kumpel“ Gunter Muskat Italienisch und kam gut aus der Eröffnung. Gunter wollte mit Schwarz bei beidseitiger kurzer Rochade am Königsflügel angreifen. Ich denke, dass Martin mit einigen Zügen zu sehr auf Gunters Aufmarsch am Königsflügel „eingegangen“ ist, anstatt sein eigenes Ding zu machen und seine eigenen Figuren auf gute Felder zu stellen. So wurde Gunters Initiative sehr real und hätte zu einem überzeugenden Sieg im Mittelspiel führen können, doch Gunter fehlte zunächst der letzte Biss und so kam Martin unverhofft noch mal zurück in die Partie! Letztlich landete er aber in einem verlorenen Turmendspiel mit Türmen, das Gunter sauber runterspulte und der Wenningerschen Regel „Einer verliert immer!“ die Ehre gab ;)


Thomas Lüßmanns Partie gegen Markus Hofer begann spannend zu werden, als Markus um den 30. Zug rum einen Bauern gewann, für den erstmal keine Kompensation in Sicht war außer einer leicht geschwächten weißen Königsformation (Kg1, Bauern e4, f3, g3, h2). Aus diesem Minimum holte Thomas aber das Maximum raus und schaffte es im Schwerfigurenendspiel, mit seiner Dame Stunk zu machen und Markus in die Defensive zu drängen. Markus konnte dann zwar Damen tauschen, aber im Turmendspiel hatte Lüssi einen starken a-Freibauern, den Markus' Turm von vorne blockieren musste, so dass sich trotz Markus' 4:2-Königsflügelmehrheit sogar Gewinnchancen für Lüssi ergaben Der Plan lautete: 1. König zum Damenflügel, 2. Turm gegen a-Bauern gewinnen, 3. mit eigenem Turm gegnerische Königsflügelmehrheit aufhalten. Nachdem Punkt 1 durchgeführt war, checkte Lüssi, dass nach Ausführung von Punkt 2 Punkt 3 ein Problem werden würde, so dass er sich lieber gleich mit einer Zugwiederholung zufrieden gab.


Hannes, unser Küken, reagierte bei der Vorbereitung auf die Aussicht, Caro-Kann zu bekommen, spontan mit „oooahhh“ :D Als es dann am Brett nach etwa 20 Spielsekunden so weit war, schaffte er es mit einer Nebenvariante, für diese Eröffnung untypische Strukturen auf's Brett zu bekommen und mit Weiß eine gute Stellung zu kriegen. Dann preschte er etwas übermotiviert seinen c-Bauern vor, um unter Bauernopfer mal 'n bisschen die Stellung aufzumachen und die gegnerische Struktur zu verschlechtern. Den Bauern gewann er bald zurück, allerdings tauschte sich dann auch 'ne Menge Zeugs runter und es ging in ein etwa ausgeglichenes Endspiel, bei dem ich beim Nachspielen jetzt irgendwie nicht alles verstanden hab :D Manche kurios aussehenden Züge in diesem Endspiel ergeben mehr Sinn, wenn man bedenkt, dass Hannes' Gegner Catalin Vasilache am Ende unter Siegzwang im Mannschaftssinne stand, obwohl das die Stellung absolut nicht hergab, während Hannes nur Remis zu spielen brauchte. Schließlich gewann Hannes sogar und war damit unser Matchwinner!



Somit sind wir gut aus den Startlöchern gekommen und trafen uns hinterher beim TV noch mit den Patzern von der Ersten, die – nach eigener Aussage - durch mehrere unnötige Einsteller einen genauso guten Saisonstart verpassten. Schade, aber ein schöner Sonntag war's dennoch und interessierte Kiebitze gab's auch – was will man mehr :)

Unser nächstes Spiel ist dann... äh... halt am nächsten Spieltag gegen... äh... unseren nächsten Gegner. Auswärts übrigens! Man sieht, ich weiß genauestens Bescheid :D

Bis dahin – ciao!



Liste unserer Liepold-Koeffizienten:

Hannes, Dustin, Peter je +1

Stefan, Andi, Martin, Thomas L, DiddlD je 0