Pictogramm Schach

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31.10.17

Sc Erlangen 3 vs SV Lauf 1

Von: Benjamin

Oder ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss.

Dass diese Sprunghöhe bei diesem Mannschaftskampf etwas höher lag zeigte sich direkt bei der Aufstellung. Lauf lief in nahezu Bestbesetzung auf und wir konnten leider nur 7 Mann aufbringen, sodass es schon 0-1 zu Beginn stand.

Schnell remisiert wurde von Ferry und Alexander, jedoch ließ sich an den anderen Bretten nicht ablesen in welche Richtung sich dieser Tag entwickeln würde. Rund um die erste Zeitkontrolle entschied sich Benjamin in einer beidseitig sehr luftigen Königsstellung eine Unachtsamkeit des Gegners zu nutzen um einen wichtigen Bauern zu ergattern. Auf den Bauern folgte dann auch noch die Qualität und der erste volle Punkt zum Ausgleich. Frank hatte sich eine sehr komfortable Stellung herausgespielt in der er 2 Mehrbauern hatte und zugleich auch noch die bessere Stellung seiner Figuren. Es schien als sei es nach den Gesetzten der Physik unmöglich hier noch daneben zu greifen. Johannes hatte in einer spannenden Partie in ein vielversprechendes Turmendspiel abgewickelt (je 1Turm + 3Bauern). Grundsätzlich gilt ja hier das Grundgesetz, dass Turmendspiele immer Remis sind, aber durch eine deutlich bessere Anordnung der Spielsteine, konnte Johannes dieses Gesetz aushebeln und mit einer filigranen Pointe, bestehend aus Ablenkung und Spieß, für die 4-2 Führung sorgen. Am 4ten Brett kämpfte Hannes eine sehr kampfbetonte Partie und beide Spieler standen sich mit offenem Visier gegenüber. Hannes hatte zwar einen Läufer mehr, jedoch wurde sein König von den gegnerischen Schwerfiguren über das halbe Spielfeld gejagt. Gefühlt hatte sein reiselustiger König am Ende jedes Feld auf seiner Spielhälfte einmal besucht. Hannes behielt die Nerven und parierte alle Drohungen, sodass sein Gegner am Ende eine Zugwiederholung wählte, die für uns den siegbringenden viereinhalbten Punkt bedeutete.

Gerrit hatte recht viel Zeit in die Eröffnung investiert und war unter großen Zeitdruck vor der ersten Zeitkontrolle. Die Stellung war unübersichtlich und so kam es, dass sich Gerrit mit einem Minusbauer im Endspiel wiederfand (2 Springer +4 Bauern gegen Springer + Läufer +5 Bauern). Nach zähen Verteidigungsversuchen, musste er sich leider geschlagen geben.

Somit war der Endstand von 4.5 zu 3.5 besiegelt.

2 SC Erlangen 3 DWZ - SV Lauf 1 DWZ 4½ - 3½
1 4 Reinholz, Benjamin, Dr. 1922 - 1 Leopold, Christian, Dr. 1958 1 - 0
2 5 Rieder, Johannes 1910 - 2 Rausch, Wolfgang jr. 2038 1 - 0
3 6 Gloth, Gerrit 1927 - 3 Fiedler, Lars 1994 0 - 1
4 7 Hetzner, Hannes 1750 - 4 Bayer, Marius 1940 ½ - ½
5 8 Albrecht, Thorsten 1861 - 5 Vielsäcker, Dirk 1946 - - +
6 10 Weber, Alexander 1810 - 6 Zach, Andreas 1819 ½ - ½
7 14 Wallis, Frank 1870 - 7 Scherb, Ansgar 1733 1 - 0
8 17 Zolanvar, Ferry 1762 - 15 Walter, Manfred 1679 ½ - ½